Baugewerbliche Berufsschule Zürich 2018

Der Entwicklungsperimeter für die neue Berufsschule ist typologisch gesehen eines der heterogensten Gevierte im Zürcher Industriequartier. Es steht mit seiner baulichen Diversität und seiner städtebaulich schon fast widersprüchlichen Fragmentierung stellvertretend für das lebendige Stadtgefüge des Kreis 5. Blockrandfragmente, Solitäre, Hofbauten, Grossformen und Mischtypen bilden hier gemeinsam Figuren einer Randbebauung, die im Innern durch spannungsvolle Hofräume und enge Stichgassen öffentlich durchquerbar sind. Im Rahmen eines offenen Wettbewerbs plant der Kanton Zürich einen Ersatzneubau, mit dem das Raumangebot für die baugewerbliche Berufsschule optimiert werden soll.

 

 

Plastischer Baukörper mit Akzenten 

Der winkelförmige Bau des Schulhauses schliesst den äusseren Rand und beruhigt die innere Hofform. Er setzt mit Öffnungen und Sprüngen in der Gebäudehöhe und -tiefe jedoch Akzente, die nach Aussen wie nach Innen gezielte Bezüge herstellen. Es entsteht ein plastischer Baukörper, der sich von einer liegenden Volumetrie an der Hafnerstrasse zum «stehenden Kopf» an der Limmatstrasse entwickelt. Die örtliche Vertikalbetonung verankert das Volumen an der grossräumig durchgrünten Klingenanlage und integriert es in die rhythmisierte Strassensilhouette. Die Gebäudekrone markiert den Schulhauseingang und kommuniziert mit den gegenüber liegenden grossmassstäblichen Schulbauten und Museen.

 

Projektinformation

 

Auftrag: 

Hochbauamt Kanton Zürich

 

Offener Projektwettbewerb, 2018

2. Preis

 

Mitarbeit 10:8 Architekten:

Lâle Lea Geyer, Fabian Willi, Leonie Trienen

Georg Rinderknecht, Katrin Schubiger, Jürg Senn

 

Projektpartner:

Dr. Lüchinger+Meyer Bauingenieure

Lorenz Eugster Landschaftsarchitektur

Laterza Graf Baupartner