Testplanung Pfäffikon Ost und Bahnhof

2014 

Die Gemeinde Pfäffikon am oberen Zürichsee hat sich in den letzten fünfzig Jahren stark und sprunghaft entwickelt. Das ist einerseits auf die überregional bekannten Nutzungen Alpamare und Seedammcenter zurückzuführen, andererseits aber auch auf die strategische Lage am Seedamm und auf den tiefen Steuersatz im Kanton Schwyz. Heute offenbart das Siedlungsgefüge von Pfäffikon erhebliche qualitative Defizite, welche die weitere Entwicklung erschweren.

Die Testplanung hat zum Ziel, die wichtigsten Probleme zu identifizieren und Strategien für eine nachhaltige Entwicklung des Gemeindegebiets aufzuzeigen. 

Ordnung, Vernetzung und Identität 

Pfäffikon weist eine überaus heterogene Siedlungsstruktur auf. Mit der weiteren Entwicklung und Verdichtung sollen bestehende Siedlungen und künftige Bauvorhaben aufeinander abgestimmt und mit qualitativen Massnahmen zueinander in Beziehung gesetzt werden. Das lückenhafte Strassen- und Wegsystem wird ausgebaut; neue öffentliche Räume schaffen identitätsstiftende Orte. Korridore in Querrichtung brechen die Linearität der Ortsdurchfahrt und öffnen neue Verbindungen vom Hang zur geschützten Rietlandschaft am See. Eine zusätzliche Buslinie verbindet den Bahnhof mit dem Alpamare und dem Seedammcenter in Pfäffikon Ost und wird als Durchmesserlinie bis nach Rapperswil verlängert.

Verdichtung im Osten 

Als Bindeglied zwischen dem heutigen Zentrum und der Nachbarstadt Rapperswil auf der anderen Seeseite kommt Pfäffikon Ost nicht nur bezüglich seiner publikumsintensiven Nutzungen eine Schlüsselfunktion zu, sondern auch städtebaulich. Grosses Potenzial birgt eine etappenweise Reduktion respektive Neuorganisation der Verkehrsflächen zu Gunsten des Siedlungsraums.

Der Seedamm soll künftig nicht mehr als Autobahnzubringer dienen, um seine landschaftlichen Qualitäten besser ausspielen können. Dadurch gewinnen auch die Areale nördlich des Bahndamms an Attraktivität und stärken den Standort Pfäffikon Ost zusätzlich. Es handelt sich hier bei um eine langfristige Perspektive als Leitlinie für kurz- und mittelfristige Massnahmen.

Projektinformation

 

Auftrag:

Gemeinde Pfäffikon SZ

Testplanung

 

Organisation und Moderation:

ETH Zürich, Prof Dr. Bernd Scholl

 

Mitarbeit 10:8 Architekten:

Florian Kühne, Gardar Snaebjörnsson, Karin Bienz, Robert Bauer

Jürg Senn, Georg Rinderknecht, Katrin Schubiger

 

Projektpartner:

IBV Hüsler AG

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